Strategische Zielsetzung
Ein Klimaschutzfahrplan nach DGNB ENV1.1 ist ein strategisches
Planungsinstrument zur systematischen Entwicklung eines Gebäudes
in Richtung Klimaneutralität. Er beschreibt den aktuellen
Zustand des Gebäudes, bewertet dessen energetische und ökologische
Qualität und entwickelt einen strukturierten Maßnahmenplan zur
schrittweisen Reduzierung der Treibhausgasemissionen.
Methodische Grundlage
Grundlage des Klimaschutzfahrplans ist eine umfassende Analyse
des Gebäudes. Hierzu gehören die Datenerfassung,
die energetische Bilanzierung,
die Lebenszyklusanalyse (LCA)
sowie die Bewertung nach der DGNB-Methode ENV1.1.
Erst auf dieser Basis können geeignete Maßnahmen
zur Dekarbonisierung entwickelt und priorisiert werden.
Ganzheitliche Betrachtung
Im Gegensatz zu einer reinen Energieberatung betrachtet
der Klimaschutzfahrplan nicht nur den Energiebedarf
im Gebäudebetrieb.
Er berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes –
von der Herstellung der Baustoffe
über die Nutzungsphase
bis zum Rückbau und Recycling.
Dadurch entsteht eine ganzheitliche Bewertung
der Klimawirkung.
Nutzen für Planung und Zertifizierung
Der Klimaschutzfahrplan dient Eigentümern,
Investoren,
Architekten und Fachplanern
als fundierte Entscheidungsgrundlage
für zukünftige Investitionen.
Sofern eine DGNB-Zertifizierung angestrebt wird,
kann er darüber hinaus
eine wichtige Grundlage
für den Zertifizierungsprozess bilden.